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Stallgeflüster 2010 - Das Finale LIVE! Langsam steigt das Vibrieren des Gaspedals den rechten Unterschenkel hoch. Das sonore Stakkato des brabbelnden Sechszylinders lässt die Nackenhaare hochstehen. Nervös fährt sich Gert Ackermann mit der Zunge über die ausgetrockneten Lippen. Die Hände umkrampfen das Sportlenkrad seines bienengelben BMW CSL Grp.5, den er nun schon seit acht Rennen über die Rennstrecken dieser Welt prügelt. Sein stahlharter Blick ist starr auf die rote Startampel gerichtet. Wenige Sekunden noch, bevor "Killerbiene" Gert wieder die Konkrurrenz ärgern wird und ins letzte Rennen seiner bisher besten Saison startet. Der 55jährige Racer ist eine der positiven Überaschungen der Sommersaison 2010 in Sachen Konstanz. Die Startampel erlischt.......doch halt! Werfen wir erst einen Blick zurück in diesen spektakulären Rennsommer der historischen Rennwagen.
Aktualisiert (Sonntag, den 29. August 2010 um 19:25 Uhr) |
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Spa Franchorchamps. 21 Kurven mit einem Höhenunterschied von 100 Metern auf 6966,1 Metern Asphalt, liebevoll in den belgischen
LeMans - Gänsehaut, Benzingeruch und feuchte Hände. Zumindest bei solchen Fahrern, die sich schon auf die 13,669 km lange Hochgeschwindigkeisstrecke gewagt haben. 15 Runden standen auf dem Programm. Ein buntes Fahrerfeld wartete auf das Startsignal, vorn zwei Panteras, die ihre Leistung hier voll ausspielen konnten. Stefan Seiter sicherte sich die Pole vor Christian Kratzer, Dahinter Sascha Schmidt in einem der beiden 906er, Vor Borghardt im Capri. Die vermeintlich starken 911er, Capris und der neue BMW CSL Grp.5 waren zahlenmäßig stark vertreten, aber auch Exoten wie ein Escort, ein 914/6, einige Opel Kadett C Coupe oder US-Boliden wie Camaro und Corvette standen brummelnd an der Startampel. Licht aus, Mundwinkel im Smiley-Modus arretieren, Hüftgelenk rechts einrasten lassen, Start frei.
Die grüne Hölle. Nein, wir reden hier nicht vom Mekong-Delta anno 1967, sondern von der legendären Nordschleife in der Eifel. Das Finalrennen der GTL-Pro sollte nochmal die Fahrer an ihre Grenzen bringen, und so standen 27 Typen, deren Puls etwa der Drehzahl ihrer Motoren entsprach, am Start zu sieben aufreibenden Runden einer spektakulären Berg- und Talfahrt, bei der selbst Niki Lauda die Ohren schlackerten. Oh, sorry. Sascha Schmidt setzte seinen eleganten Porsche 906 mit einer beeindruckenden Zeit von 9:26,534 auf die Pole, knapp dahinter Michael Zilch im 911er, Christian Kratzer im 906, dann die beiden Serienrückkehrer Jens Otten und Stefan Seiter im DeTomaso Pantera, gefolgt von Detlef "Dete" Preisig im Camaro.


